Gleiche Chancen für aktive Mobilität
Nachhaltige Mobilität ist längst kein Thema mehr, das nur Unternehmen betrifft. Auch Länder, Gemeinden und öffentliche Einrichtungen stehen vor der Aufgabe, Mitarbeitenden moderne und klimafreundliche Mobilitätsangebote zu ermöglichen. VON ANDREAS RATH
Dienstrad-Leasing kann dafür ein wirksamer Baustein sein – doch in Österreich hängt der Zugang vom Dienstgeber und vom Bundesland ab. Während Beschäftigte in der Privatwirtschaft das Modell bereits breit nutzen können, fehlen im öffentlichen Dienst vielerorts noch die rechtlichen Grundlagen. Vorarlberg und Oberösterreich zeigen, dass es anders geht: Dort können Landes- und Gemeindebedienstete unter definierten Bedingungen Diensträder per Gehaltsumwandlung nutzen. In weiteren Bundesländern wurden erste Schritte gesetzt. Eine flächendeckende Lösung gibt es aber noch nicht.
Genau darin liegt die zentrale Herausforderung. Nachhaltige Mobilität darf nicht davon abhängen, ob jemand in Vorarlberg, Oberösterreich oder einem anderen Bundesland beschäftigt ist. Wenn die öffentliche Hand den Umstieg auf aktive Mobilität fördern will, braucht es neben sicherer Infrastruktur auch attraktive Rahmenbedingungen: Zugang zu Fahrrädern und E-Bikes, die dienstlich wie privat genutzt werden können.
Der Nutzen reicht über den Arbeitsweg hinaus: Regelmäßiges Radfahren fördert Gesundheit, kann Mobilitätsroutinen verändern und Städte sowie Gemeinden entlasten – durch weniger Verkehr, weniger Parkplatzdruck und mehr Lebensqualität. Zugleich stärkt der öffentliche Dienst damit seine Rolle als moderner Arbeitgeber. Aus Sicht von bikeleasing.at braucht es mehr Mut zu einheitlichen Lösungen. Die steuerlichen Rahmenbedingungen sind vorhanden, die Nachfrage ist da, die Umsetzung erprobt. Jetzt gilt es, den Flickenteppich zu überwinden und Dienstrad- Leasing für den öffentlichen Dienst zu öffnen. Denn nachhaltige Mobilität sollte keine Frage des Wohnortes oder der Dienstrechtsordnung sein.
Gastbeitrag
